Als trennendes und verbindendes Element ist die Grenze ein ganz wesentliches Merkmal der heutigen Euregio. Ausgehend von diesem Tatbestand wollen die Partner des Projektes GrenzGeschichte die historische Entwicklung des „Dreiländerlandes“ sammeln, aufarbeiten und öffentlich zugänglich machen. Inhaltlich geht es dabei vorrangig um eine Dokumentation der Alltagswelt und der Alltagserfahrungen der Grenzbevölkerung. Der Zweck dieser Aktivitäten ist keineswegs rückwärts gewandt. Vielmehr schafft eine Bewusstmachung trennender und gemeinsamer Alltagsgeschichte neue Identifikationsmöglichkeiten, die eine Hinwendung zu einer künftigen Euregio als Lebens- und Wirtschaftsraum fördern. Konzentrieren werden sich die Projektpartner zunächst auf die Entwicklungen, Umbrüche und Verwerfungen des 19. und 20. Jahrhunderts, die das Mit- und zeitweise auch das Gegeneinander in der Grenzregion bestimmt haben. Durch eine Vielzahl von bildungsorientierten Maßnahmen, in die die Partner ihre unterschiedlichen Kompetenzen einbringen, soll diese Geschichte erfahrbar und erlebbar gemacht werden. Hierzu gehört unter anderem die Veröffentlichung populärwissenschaftlicher Untersuchungen, die Erarbeitung und Durchführung von Ausstellungen, die Entwicklung von Exkursionen, der Aufbau einer Internet-Präsenz und die Erstellung bzw. Weiterentwicklung von Unterrichtsmaterialien.
 


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